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Geschichte Portugals III

Im März 1916 beteiligt sich Portugal an dem ersten Weltkrieg an der Seite der Entente (Bündnis zwischen Frankreich, Russland und dem vereinigten Königreich). Von ca. 100.000 Soldaten sind geschätzte 7.000 gefallen. Die Instabilität der ersten Regierung in Portugal ist nicht zu übersehen. Putschversuche, monarchistische und kommunistische Aufstände zeichnen die Regierung. Mit einem Regierungsputsch wird die erste portugiesische Regierung im Jahre 1926 aufgelöst. Ein Zivilist namens Antonio de Oliveira Salazar wird ab 1928 Finanzminister, ab 1932 Ministerpräsident und erhält daher große Macht. Der sogenannte neue Staat "Estado Novo" wird im Jahre 1933 gegründet. Ein autoritäres Gebilde mit faschistischen Tendenzen durch Einheitspartei, Geheimpolizei (PIDE)und Staatsjugend.

Durch den Diktator wurde ein Projekt des Ständestaates (Ein nach Berufsgruppen organisierter Staat)verfolgt. Das Land hat aus begangenen Fehlern gelernt und bleibt im zweiten Weltkrieg neutral. Portugal wird ein zentraler Platz für Geheimagenten aller Kriegsparteien. Er beliefert alle Seiten mit Rohstoffe, unter anderem auch Wolfram (weißglänzendes Schwermetall). Militärbasen der Alliierten werden auf den Azoren ab 1943 erbaut. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wird Portugal ein Mitgliedsland der Nato. Der Kolonialkrieg wird mit zunehmender Härte im Jahre 1960 in Afrika geführt. Salazar tritt 8 Jahre später wegen gesundheitlichen Problemen zurück. Dem Nachfolger Salazar, Marcello Caetano, wird schnell klar, das Portugal den Kolonialkrieg nicht gewinnen kann. Zu viel Staatsverschuldung wurde verursacht. Das Land Portugal wurde außenpolitisch zunehmend isolierter. 1974 ruft das Militär Portugals zu einem weiteren Putsch auf. Das Militär und auch die Bevölkerung solidarisierten, und es kam zu der Nelkenrevolution, die zu der Beendigung des Estado Novo führte.


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