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Pico

Pico, das heißt tiefschwarzes Gestein, das sich zum höchsten Berg Portugals auftürmt. Das heißt aromatische, süffige Weine und würziger Käse, lebensfeindliches Land und fischreiche See. Die Nachbarinsel von Faial, die mit Horta über eine Fährverbindung verbunden ist, ist das Zuhause des Pico, der 2351 Meter in die Wolken ragt. Der Vulkan ist immer noch aktiv und häufig hüllen Dunst oder Nebel den Kraterrand ein. Seine schwarzen Flanken sollten nur von erfahrenen Bergsteigern erklommen werden. Er und seine kleineren Nachbarn verliehen der Insel auch den Beinamen "Ilha Montanha", bergige Insel. Ein anderer Beiname von Pico lautet übrigens "Ilha Negra", schwarze Insel, was angesichts der schwarzen Berghänge und Vulkanhöhlen, der Häuser aus schwarzem Gestein und den moroicos, den schwarzen Mauern, nur allzu verständlich erscheint. Die schwarzen Mauern, die überall auf der Insel zu finden sind, dienen einem wichtigen Zweck: sie speichern Wärme und schützen die weit verbreiteten Rebstöcke vor Seewind.

Wein ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor auf Pico. Die besondere Lage, die Seeluft, der besonders fruchtbare Boden und die Wärme, die wunderbar vom schwarzen Gestein gespeichert werden kann, bringen hervorragende süffige Weine zutage, die nicht nur in Portugal ihre Anhängerschaft finden. Neben dem schweren Rotwein wird - vor allem um Criacao Valha im Westen der Insel - eine besondere Spezialität erzeugt: der Verdelho. Das Anbaugebiet dieses süßen Aperitifs, der an Sherry erinnert, steht als Weltbiosphärenreservat sogar unter dem Schutz der UNESCO. Neben Weinen produzieren die hiesigen Bewohner übrigens auch sehr gute Käse und Schnäpse aus Feigen, Pflaumen oder Brombeeren.

Pico ist denkbar ungeeignet für Badeurlauber, nicht ein Strand lockt zum erfrischenden Bad im Meer. Stattdessen punktet Ilha Negra aber mit einem großen, ebenfalls schwarzen, Lebewesen: sie ist die Insel der Wale und ihrer Fänger. Noch weit bis ins 20. Jahrhundert hinein fuhren die heimischen Walfänger von Lajes aus aufs Meer, um in kleinen Booten und nur mit einem Speer bewaffnet Jagd auf so riesige Meeressäuger wie den Pottwal zu machen. Seit dem Verbot des Walfangs entdeckten die Einwohner des Walfängerstädtchens an Picos Südküste eine andere Einnahmequelle: das Beobachten von Walen. Heute laufen die Whale Watching Boote von da aus, wo auch die Walfänger ins Abenteuer starteten. Im Sommer bis in den Herbst hinein bieten die unterschiedlichsten Wale, die sich vor Pico sammeln, einen beeindruckenden Anblick, der viele Besucher tief berührt und sie ein Leben lang begleitet.

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