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Die Algarve – beeindruckend schön

Wer sich nicht nur auf die großen Städte Portugals beschränken will, der kann dieses wunderschöne Land auch anhand der einzelnen Regionen erobern. Eine der schönsten Gegenden Portugals ist die Algarve. Diese Region ist die südlichste des Landes und hat insagesamt fast 400.000 Einwohner. Geographisch gesehen wird die Algarve im Süden und Westen durch den Atlantik begrenzt, im Osten ist die Grenze zu Spanien der Schlußpunkt.

Zweites Wachstum:

Die Flora, die man heute an der Algarve findet, ist nicht mehr die ursprüngliche Vegetation. Vor allem im 16. Jahrhundert fiel der Wald, der bis dahin Portugal zu einem großen Teil bedeckte, dem spanischen Schiffbau zum Opfer. Durch eine große Aufforstungsaktion begegnet man heute wieder einer Vielzahl von Bäumen, von denen wohl die Korkeiche die größte Bedeutung hat, weil ihr Anbau ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region ist. Es finden sich aber auch Eukalyptus-, Feigen- und Lorbeerbäume. In den letzten Jahrzehnten wurden einige Bereiche der Algarve zu Naturparks gemacht. Der Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina ist eines der größten Naturschutzgebiete Portugals und versucht, das kulturelle Erbe der region zu bewahren. Der Reserva Biogenetica de Sagres, der vor allem wegen der vorhandenen Artenvielfalt und den wichtigen Lebensräumen, die er bietet, eingerichtet wurde, sollte auf jeden Fall auf dem Programm stehen. Insgesamt gibt es sechs solcher Parks an der Algarve.

Algarve

Algarve ©iStockphoto/pkazmierczak

Sonne und Strand:

Wer einfach einen Strandurlaub machen möchte, ist an der Algarve vollkommen richtig, denn sie ist vor allem für ihre Sandstrände und ihr gutes Wetter bekannt. Hier lässt es sich fantastisch ausspannen vom Alltagsstress. Ein Spaziergang durch die Dünen oder die Pinienhaine runden jeden Strandaufenthalt ab. Die schönsten Strände findet man übrigens bei Lagos, Sagres, Praia da Rocha und Albufeira.

Der wichtigste Sport:

Wenn man gerne Golf spielt, sollte man einen der zahlreichen Golfplätze besuchen. Das ist allerdings nicht immer ganz billig. Da aber einige dieser Plätze direkt an der Küste liegen, hat der Spieler einen wirklich beeindruckenden Ausblick auf die wild anmutende Steilküste.

Historisches und Sehenswertes:

Geschichtlich Interessierte sollten sich auf jeden Fall einige der alten römischen Villen anschauen, die man im küstennahen Hinterland findet. Besonders interessant sind Abicada, Vilamoura oder Alcalar. Hat man ein Auto zur Verfügung, sollte man sich auf jeden Fall auch die verstreut liegenden Fischerdörfer ansehen. Von ihren kleinen Häfen aus, die aufgrund von Überfischung immer mehr an Bedeutung verlieren, bieten sie dem Besucher eine unvergessliche Aussicht auf den Atlantik und laden dazu ein, fantastische Sonnenuntergänge zu genießen. Einen Besuch lohnt auch das Städtchen Caldas de Monchique, ein Kurort mit Thermalquelle, die schon die Römer nutzten. Eine der ältesten Städte der Algarve und ein echtes städtebauliches Schmuckstück ist Tavira. Wer einen Besuch macht, wird nicht enttäuscht sein. Bis an die südwestlichste Grenze des europäischen Festlands wagt man sich, wenn man das Cabo de Sao Vicente besucht. Hier geht es wirklich nicht weiter, wenigstens nicht zu Fuß.

Eine Frage der Mentalität:

Die Algarvios (so heißen die Einheimischen) und ihre Mentalität lernt der Tourist in der Distrikthauptstadt Faro kennen. Die Algarvios sind ein freundlicher, höflicher und vor allem kinderlieber Menschenschlag. Das wird jeder sehen, der Familien mit Kindern beobachtet. Jeder Besucher ist herzlich willkommen. Dazu mag natürlich auch der Umstand beitragen, dass man hier vor allem vom Tourismus lebt.

Man muss einfach wiederkommen:

Wer einmal hier war, den zieht es immer wieder an die Algarve. Egal, ob man Strandurlaub machen, die Landschaft erkunden oder in die Geschichte des Landes eintauchen will. Ein Urlaub reicht dafür nicht aus.

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