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Pico

Auf der Insel Pico in Portugal können Sie Ihren Urlaubstraum von unberührter Natur verwirklichen. Zwar hört sich Pico im Moment klein an, doch die Azoreninsel im Atlantik hat viel zu bieten. Der gleichnamige Berg reckt seine Gipfel rund 2.351 Meter in die Lüfte und ist wohl die Haupt-Sehenswürdigkeit dieser Insel. Aber die Besteigung sollten Sie besser lassen, der Gipfel ist meist von Wolken verhüllt und selbst erfahrene Bergsteiger haben so ihre Probleme. Bewundern Sie die Schönheit lieber von unten, das ist sicherer und nicht minder spektakulär. Pico ist eine Vulkaninsel, wundern Sie sich also nicht, dass Ihnen immer wieder Lavagestein auffällt und dass das gesamte Gesicht dieser Insel von diesem Gestein geprägt ist. Schwarze Lava bildet die Grundlage für kleine Häuser im alten Stil, natürlich gründlich renoviert und als Ferienhaus durchaus tauglich. Die Häuser drängen sich zwischen Weingärten und Feldern, mit teilweise unbekannter Vegetation. Pico ist sehr regenreich und bringt dadurch seltsam anmutende Pflanzen zum Blühen. Kürbisse, Melonen, Ananas und Tomaten werden Sie hier in Hülle und Fülle finden, das Klima ist mild und für tropische Pflanzen bestimmt der richtige Nährboden. Auch der Wein ist sehr wohlschmeckend, er ist das Markenzeichen Picos. Die Reben werden vor Wind geschützt und das Lavagestein speichert die Wärme. Diese Weingärten sind so einmalig, dass sie von der UNESCO bereits 2004 als Weltkulturerbe ausgezeichnet wurden.

Pico wurde von Vulkanen erschaffen

Die Inselgruppe im atlantischen Ozean wurde von Vulkanen erschaffen und noch heute findet man auf der Insel lauter kleine Vulkankegel, perfekt erhalten und von einer bizarren Vegetation bedeckt. Die Vulkane prägen hier die Landschaft, sie liefern den fruchtbaren Boden und ermöglichen eine Vegetation, die ihresgleichen sucht. Das Verkehrsnetz ist eher dürftig ausgebaut, auch hierfür sind die Vulkane verantwortlich, sie geben nicht die einfachsten Wege frei. Der „Pico Alto“liefert eine malerische Kulisse, obwohl er heute natürlich kein Feuer mehr speit. 1562 war der letzte Ausbruch dieses Vulkans und fast zwei Jahre lang ergossen sich schwarze Lava übe die Insel und dann ins Meer. Dadurch entstand eine neue Halbinsel: „Misterio de Prainha“ war geboren.

Sandstrände werden Sie hier vergebens suchen, wie auf allen Vulkaninseln ragen steile Felswände aus dem Meer. Nur an manchen Stellen ist das Baden problemlos möglich, das ist aber ausgeschildert und leicht zu erkennen. Pico ist nicht gerade das Paradies für Schwimmer, wer aber gerne wandert und die Wale beobachten möchte, ist hier genau richtig. Die Bewohner der Insel lebten früher überwiegend vom Walfang, der aber heute keine Rolle mehr spielt, ja sogar verboten ist. Walarten gibt es hier viele, sie ziehen ihre Bahnen an der Insel vorbei und Touristen können ganz große Wale beobachten. Eine Wanderung auf Pico sollten Sie unbedingt unternehmen. Zwar sind die Berge sanfter als die Alpen, aber ein Höhenunterschied von 1.000 Metern ist auch hier keine Seltenheit. Die Wanderwege sind oft lang und nicht gerade gut ausgeschildert, deshalb empfiehlt es sich, auch an den entlegensten Stellen, ein Taxi zu rufen. Keine Angst, der Taxifahrer finden die abgelegensten Stellen und die Heimfahrt ist bestimmt nicht teuer. Mit dem Handy ein Taxi zu rufen ist hier Gang und Gäbe und es gibt bestimmt einen guten Empfang. An der Ostküste können Sie eine grandiose Wanderung über Lavafelder erleben, Sie sollten aber gute Wanderstiefel tragen und eine gewisse Trittsicherheit haben. Für ungeübte Wanderer ist diese Tour nicht zu empfehlen, sie sollten sich besser in leichter gängigem Gelände aufhalten.

Wale und Delphine

Auf Pico können Sie nicht nur Wanderungen unternehmen, diese Insel ist auch eine Insel der Wale und Delphine. Früher machten die Menschen Jagd auf die Wale, aber diese Zeit ist längst vorbei. Heute stehen zwar immer noch Beobachtungstürme auf den Hügeln der Insel und noch immer heißt es: Wal, da bläst er! Dann fahren die Boote, heute Zodiaks, hinaus um die Position des Wals nicht zu verpassen. Heute wird nur noch mit Fotoapparaten auf die Wale geschossen, Pico ist das Zentrum des Whalwatching. Man nähert sich den Tieren nur auf eine gewisse Distanz, dann müssen sie von selber kommen. Sie kommen und die Delphine begleiten die Touristen oft stundenlang. Wale schwimmen gemütlich neben den Booten her, hier ist Mensch und Natur eins.

Das Hinterland von Pico

Das Landesinnere ist nahezu unbewohnt, die Menschen halten sich mehr an der Küste auf. Dafür sind aber die Kühe hier zuhause und die Urze, ein portugiesisches Heidekrautgewächs, wächst ungestört. Mal als kleiner Busch, mal so hoch wie ein Baum. Diese Landschaft wird von den Kühen geprägt, diese können Sie gerne fotografieren und die Ruhe bewahren, wenn eine ganze Herde auf der Hauptstraße liegt. Hier sind Wanderungen an der Tagesordnung, aber die Wanderwege sind nicht ausgeschildert und Sie sollten sich auf etwaige Umwege wirklich gefasst machen.

Pico

Pico ©iStockphoto/CaraMaria

Sehenswürdigkeiten auf Pico

Natürlich gibt es auf der Azoreninsel auch Sehenswürdigkeiten, Kirchen, Klöster und Kapellen gibt es hier in Hülle und Fülle. Die Natur hat hier aber die besten Sehenswürdigkeiten gezaubert, so müssen Sie die Lagoas Capitao gesehen haben und die Caiado sind unbeschreiblich. Bei früheren Vulkanausbrüchen sind Lavafelder entstanden, in die heute die Brandung eindringt. Es lohnt sich, den Weg des Wassers zu beobachten, hier erleben Sie noch Natur pur. In den Tropfsteinhöhlen der Insel können Sie Stalagmiten und Stalaktiten erleben, diese befinden sich in den Grotten „Frei Matias“, Silveira und Montainheiros. Das menschliche Leben der Insel ist in etlichen Musen zu sehen, der Walfang war die Haupteinnahmequelle der Menschen und diverse Geräte und Biografien erinnern an das blutige Gewerbe. Besuchen Sie die Weinberge und natürlich den „Pico Alto“, den Namensgeber der Insel. Das Landesinnere ist bis heute leider nicht erschlossen und ziemlich unwirklich.

Aktivitäten in Pico

Pico ist nicht nur wegen seiner Wale berühmt, auch die Unterwasserwelt hat einiges zu bieten. So ist Pico eines der spektakulärsten Tauchgebiete und die Unterwasserflora ist weltbekannt. Auch auf der Insel selbst laden farbenprächtige Pflanzen zu einer Wanderung oder einer Biking-Tour ein und für erfahrene Bergsteiger ist der „Pico Alto“ das geeignete Ziel. Auf dieser Insel liegen Vulkankegel, Wiesen, kleine Seen und fruchtbare Weiden nah beieinander, es ist eine ganz besondere Erlebniswelt, die Sie unbedingt gesehen haben müssen.

Die beste Reisezeit für Pico

Eigentlich eignet sich die Insel das ganze Jahr über, um einen „königlichen“ Urlaub zu verbringen. In den Sommermonaten können Sie mit 30 Grad rechnen und selbst im Winter sinkt das Thermometer selten unter 15 Grad. Also ist Pico immer eine Reise wert, aber in den Wintermonaten kann es zu heftigen Stürmen und Regenfällen kommen. Aber meist dauert es nicht lange und der Himmel reißt wieder auf und die Sonne kommt zum Vorschein.

Die Anreise erfolgt meist mit einem Direktflug von Lissabon. Die Infrastruktur auf Pico ist wahrhaftig nicht sehr dicht und auch die Sehenswürdigkeiten werden meist nicht angefahren. Aber es gibt auf der Insel genügend Autovermietungen, bei der Sie sich jederzeit einen Wagen leihen können und die Insel auf eigene Faust erkunden können. Das Innere der Insel sollten Sie jedoch zu Fuß erkunden, wie gesagt, das Landesinnere ist nicht ausgebaut und es gibt somit auch wenige befestigte Straßen.

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