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Formigas und Santa Maria

Bis zu 11 Meter ragen sie aus dem Wasser, schwarz und unscheinbar. Aber von ihrer Größe sollte man sich nicht täuschen lassen: die Formigas zwischen São Miguel und Santa Maria offenbaren nur einen kleinen Teil ihrer ursprünglichen Höhe an der Wasseroberfläche. Vor allem für Seefahrer war und ist das Gebiet gefährlich, da die Felsen flach sind und relativ knapp unter der Wasseroberfläche die Reste einer versunkenen Insel liegen. Die Formigas werden nicht von Menschen bewohnt, wohl aber von einer schier unendlichen Zahl an Tieren unter Wasser. Ihr Artenreichtum brachte ihnen den Status eines maritimen Schutzgebietes ein, das Jahr für Jahr viele begeisterte Taucher anlockt.


Santa Maria in direkter Nachbarschaft der Formigas wird auch Sonneninsel genannt. Ein Teil der Insel ist sehr flach, trocken und verfügt deshalb auch kaum über nennenswerte Vegetation. Hier findet man neben dem Flughafen auch die kleine Inselhauptstadt, Vila do Porto. Der andere Teil der Insel mit dem Pico Alto ist hügeliger und weitaus grüner, da er den gesamten Regen abfängt. Was Mutter Natur weniger freut, genießen sonnenhungrige Besucher umso mehr. Santa Maria ist die sonnenreichste Insel der Azoren.

Santa Maria

Santa Maria ©iStockphoto/OJ_Berlin

Im Gegensatz zum großen Nachbarn São Miguel ist Santa Maria eine sehr ruhige, ja fast etwas langweilige Insel. Die wenigen Sehenswürdigkeiten sind schnell besucht, landschaftlich abwechslungsreich und reizvoll ist nur ein Teil von ihr. Verschlafen wirken viele der kleinen Ortschaften mit ihren typischen weißen Schornsteinen und den weißen Häusern mit den leuchtend bunten Fenster- und Türrahmen. Da Ordnung sein muss, hat jede Gemeinde ihre eigene Rahmenfarbe.

Was Santa Maria besonders macht, sind drei Dinge: ihr Strand, ihr Wein und ihr Meer. Unter all den Azoreninseln ist Santa Maria die einzige, die über einen weißen Sandstrand verfügt. Vor allem Praia Formosa ist für sein kristallklares Wasser und seinen schönen Sand bei Jung und Alt beliebt. Allerdings ist die Freude darüber nie von langer Dauer: das Meer nimmt den Sand jedes Jahr aufs Neue mit. Nur zwischen Juli und September bleibt er Baderatten und Sonnenanbetern erhalten. Auch Sao Lourenco und Meia bieten einen schönen Sandstrand – und Weinterrassen, die malerisch bis hinunter ans Meer reichen gleich mit. Der Wein dieser Gegend zeichnet sich dementsprechend durch ganz besondere, herbe Aromen aus.


Etwas ganz Besonderes ist die Unterwasserwelt von Santa Maria, die jedes Jahr unzählige Tauchtouristen aus der ganzen Welt anzieht. Ihrer besonderen Lage verdankt es die Insel, dass Taucher aus dem Schwärmen über spektakuläre Steilwände und spannende Grotten, faszinierende Tiere und abenteuerliche Wracks gar nicht mehr hinaus kommen. Relativ warme Wassertemperaturen, unterschiedlich schwierige Tauchplätze und eine fast immer sehr gute Sicht laden zu unterseeischen Entdeckungstouren ein. Sie wollten schon immer mal mit Haien, Delfinen und Mantas um die Wette schwimmen? Hier haben Sie Gelegenheit dazu. Und dazu müssen Sie nicht einmal abtauchen, schon beim Schnorcheln bieten sich die unterschiedlichsten und faszinierendsten Erlebnisse.

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