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Castelo de São Jorge in Lissabon

Über der Baixa, der Unterstadt am Tejo mit ihren Banken und Geschäften, thront das Castelo de São Jorge auf seinem Burgberg. Wie der Name schon verrät handelt es sich dabei um ein Kastell, das im Laufe der Jahrhunderte von den jeweiligen Besatzern aus- und umgebaut wurde. Hier finden sich die Spuren der Westgoten und Römer ebenso wie die der Mauren und Christen. Das Castelo ist das älteste Gebäude der Stadt. Im Laufe der Zeit überstand es alle Kriege und Katastrophen. Mal war es Befestigungsanlage, mal Lager, später auch Gefängnis und Aufbewahrungsort für Waffen. Nur Dank umfangreicher Renovierungsarbeiten ist es auch heute noch in erstaunlich gutem Zustand.


Neben Wachtürmen, Festungsmauer und Burggraben befinden sich heute auch zwei große Plätze auf dem etwa 6000 m² großen Gelände, das im Übrigen von einigen Gänsen und Enten bewohnt wird. Betritt man die Festung, stößt man zunächst auf eine Gartenanlage und ein Standbild von Alfonso Henrique, Burgunder und erster König Portugals. Schon hier öffnet sich der Blick auf das umwerfende Panorama der Stadt mit ihren leuchtend weißen Bauten am Ufer des Tejo. Von hier aus hat man übrigens auch einen wunderbaren Blick hinüber zur Carmokirche, der allein schon den beschwerlichen Aufstieg vergessen macht. Die Burgmauern sind frei zugänglich, ein Restaurant lädt nicht nur bei Hochzeitsfeierlichkeiten zu einem typisch portugiesischen Mahl gehobener Preisklasse ein. Wer es gemütlicher und bodenständiger mag, der hält es wie die alten Männer und lässt sich auf einem der Plätze bei einem Glas Wein zu einem Spielchen Boule, Karten oder Domino nieder.

Castelo de São Jorge

Castelo de São Jorge ©iStockphoto/Philip Lange

Übrigens: wie überall in Lissabon sind die Eintrittspreise für die Zitadelle relativ moderat. Kinder bis zu 10 Jahren, Senioren ab 65 Jahren und die Einwohner Lissabons haben sogar freien Eintritt!

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