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Rund um Lissabon

Nur etwa 20 Kilometer vor den Toren Lissabons liegt eine vollkommen andere Welt. Weiß ist hier vor allem der Strand der portugiesischen Riviera, wie die Gegend auch genannt wird. Zwischen Capo da Roca und Serra da Sintra liegen einige Seebäder, die aufgrund ihrer Nähe zur Hauptstadt gern und oft von Einwohnern Lissabons wie auch von Touristen besucht werden.


Zwei der beliebtesten Badeorte der Riviera sind Cascais und Estoril. Ursprünglich war Cascais ein Fischerdorf, bis die Reichen und Schönen Portugals das ursprüngliche Fleckchen Erde mit seinen schönen Buchten für sich entdeckten. Der Ort entwickelte sich zu einem noblen Vorort des immer weiter wachsenden Lissabons, konnte zum Glück aber seinen alten Charme erhalten. Wer gern einfach etwas abschalten will, der kommt hierher an den weißen Sandstrand mit seinem kristallklaren Wasser, beobachtet die Fischer zwischen ihren bunten Booten und bummelt etwas durch die Boutiquen und Cafés an der Promenade.

Ebenfalls mondän, aber etwas lebhafter, geht es in Estoril zu. Auch dieses Seebad lockte einst Adlige und Mitglieder des Königshauses ans Meer, wenn ihnen in der sommerlichen Stadt die Luft zum Atmen fehlte. Einige Villen aus den 1930er Jahren erzählen noch von der Zeit, als rauschende Parties die Räume des Kasinos mit Leben füllten und elegante Damen am Arm nicht minder eleganter Herren entlang der Promenade spazierten. Mondän ist Estoril heute nicht mehr, die Hochzeiten der großen Seebäder sind vorbei. Mehrfach im Jahr ist der kleine Küstenort aber immer noch voller Menschen: dann nämlich macht der internationale Rennzirkus Halt auf der hochmodernen Rennstrecke vor den Toren der Stadt. Bis 1996 war der Circuito do Estoril sogar Rennstrecke der Formel 1. Heute dient die Piste noch als Teststrecke für die F1-Wintertests, wenn nicht gerade eines der anderen sehr beliebten Motorrad- oder Autorennen gefahren wird.

Lissabon

Lissabon ©iStockphoto/Sean Pavone

Ganz anders als Cascais und Estoril präsentiert sich Sintra. Ihre Kulturlandschaft mit den zahlreichen Palästen der Adelsfamilie, die hier im Sommer über Jahrhunderte residierte, steht als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO. Auch das Castelo dos Mouros, das Maurenkastell, gehört zu dieser Kulturlandschaft. Oberhalb von Sintra schmiegen sich seine Ruinen an den Berg. Am bekanntesten ist aber der Pena-Palast, übrigens vom einem deutschen Adligen, dem späteren König Fernando II., ersonnen. Der Palast vereinigt sämtliche Baustile, die es je in Portugal gab und ist darüber hinaus auch sehr farbenfroh gestaltet. Traumhaft schön in waldiger Kulisse gelegen gilt der Pena-Palast als das portugiesische Neuschwanstein.


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