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Lagos

Lagos – kleine Stadt mit großer Geschichte. Gegenüber von Gibraltar liegend war sie schon früh Ausgangspunkt für viele Schifffahrtsunternehmen. Die Geschichte der Stadt ist fest mit dem Meer verwoben, ihre einstige Bedeutung lässt sich auch heute noch an zahlreichen Hinterlassenschaften ablesen.


Heinrich der Seefahrer, auch Dom Henrique o Navegador genannt, wusste früh um die gute Lage von Lagos und rüstete von hier aus seine Karavellen aus. Diesen Schiffstyp nach arabischem Vorbild ließ der gefeierte und bis heute verehrte Seefahrer hier im 15. Jahrhundert entwickeln. Interessierte können ein historisches Exemplar dieser wendigen und flexiblen Schiffe im Hafen von Lagos besichtigen und sogar für Segeltörns chartern. Mit den Karavellen stach man über Jahrhunderte in See mit dem Ziel, neben Waren auch Sklaven aus Afrika zu beschaffen. In der Folge entstand in Lagos bald ein Sklavenmarkt, der Mercado de Escravos. Das ehemalige Gebäude befindet sich heute auf dem Praça da República, dem Platz der Republik. Übrigens: es ist kein Zufall, dass auch eine Stadt in Nigeria Lagos heißt. Benannt wurde sie nach dem kleinen Lagos in Portugal, weil sie der Ausgangshafen der Sklaventransporte für den Sklavenmarkt in der portugiesischen Hafenstadt war.

Viele Kulturen trafen sich in Lagos und hinterließen dort ihre Einflüsse – sei es in der Lebensart oder in den Bauwerken. Aufgrund ihrer guten strategischen Lage waren die Stadt und das Seegebiet davor häufig umkämpft. Von der bewegten Geschichte Lagos‘ erzählen auch heute noch das Stadttor Porta de São Gonçalo beim ehemaligen Gouverneurspalast Castelo dos Governadores oder das wehrhafte wie uneinnehmbare Fort Ponta da Bandeira, das u.a. durch einen tollen Blick über Stadt und Strand besticht. Wer es weniger historisch und dafür umso romantischer mag, sollte sich einen Bummel durch die Altstadt mit ihren steilen Gassen und den schmuck hergerichteten Häusern nicht entgehen lassen. Die von außen so schlichte Igreja do Santo António mit ihrem verschwenderisch-barocken Innenraum und die kleine Kapelle im Fort Ponta da Bandeira laden mit ihren faszinierenden Azulejos zum Träumen von vergangenen Zeiten ein.

Lagos

Lagos ©iStockphoto/Nisangha

Aber zurück in die Gegenwart, denn auch hier hat Lagos eine Menge zu bieten: egal ob Kaffeehäuser oder Shopping Malls, Restaurants, Pubs oder Diskotheken: Lagos bietet alles, was das moderne Touristenherz begehrt. Wer genug hat von Segeln und Schwimmen, Tauchen und Surfen, kann in einem der vielen guten Restaurants die ebenfalls vielen und guten Fischgerichte probieren, die schon die alten Phönizier und Griechen begeisterten. Egal ob Thunfisch, Sardinen oder Krebse: hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Vor allem die einfachen wie leckeren Sardinengerichte sollten Sie sich nicht entgehen lassen – sie sind neben Bacalhau das Nationalgericht der Portugiesen.


Neben all den Sehenswürdigkeiten und Leckerbissen sind es vor allem die Strände, die Jahr für Jahr Millionen von Touristen nach Lagos ziehen. Egal ob familienfreundlich-flach oder abgelegen-romantisch, für jeden Urlauber findet sich der richtige Strand. Und das Beste daran: das Wasser ist bis auf wenige Ausnahmen in Hafennähe sehr sauber und klar – ungetrübtem Wasserspaß steht also nichts im Wege. Am beliebtesten ist wahrscheinlich der Meia Praia, der wunderbar breite und lange Hauptstrand der Stadt. Ab und zu ragen Felsen aus dem Wasser, formen Bögen und Höhlen, laden ein zum Entdecken und Staunen. Spätestens wenn man die Ponta da Piedade erreicht ist klar, warum die Gegend zu den am meisten fotografierten Motiven Portugals gehört. Die goldgelben Felsen, die der Küste auch ihren Namen, Goldene Küste, verleihen ragen hier bizarr und malerisch aus dem Wasser. Traumhafter Ausblick über Strand und Stadt inklusive.

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